Petra Johanna Barfs


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KUNSTPROJEKT RHEIN

Ich habe eine fünfwöchige Reise mit einem Kajak auf dem Rhein unternommen. Von Mainz/Gustavsburg (Rheinmündung) bis nach Hoek van Holland (Nordsee), in der Zeit vom 7. Juli bis zum 17. August 2018. Auf dieser Reise habe ich alle Arten von Materialien, die sich mit den Besonderheiten des Flusses beschäftigen, gesammelt. Das waren Bücher, Landkarten und Abbildungen über den Rhein. Ich habe Gespräche und Interviews geführt und meine Eindrücke und Reiseerlebnisse in Form eines Logbuches dokumentiert. Hier ist das Logbuch in Wort und Bild einsehbar.
Für mich war die Reise auf dem Rhein eine Herausforderung, denn ich weiß als Kajakfahrerin um die Gefahren, aber auch um die einzigartige Schönheit des Flusses, den ich erforscht habe. Der Rhein, ein europäischer Fluss, der fünf Nationen miteinander vereint, ist voller Geschichten und Mythen und wartet darauf von Generation zu Generation neu entdeckt zu werden. Entstanden ist eine intensive Auseinandersetzung mit dem Fluß und seinen Besonderheiten. Ausführlich berichte ich in meinem Logbuch über meine Erfahrungen mit dem Wasser, Wind, Strömungen und natürlich die Schifffahrt. Und ich habe über Menschen geschrieben, die ich auf meiner fünfwöchigen Reise kennengelernt habe.
Das sind Wissenschaftlerinnen, die am Rhein eine neue Fischart untersuchen. Historiker, die sich mit Stadtentwicklung und Geschichte über den Rhein beschäftigten und der Sicherheitsoffizier des Rotterdamer Hafens, der federführend für alle Schiffsbewegungen des größten Frachthafens Europas verantwortlich ist. Und natürlich über meine eigenen Erlebnisse, die ich auf dem Rhein erfahren habe.
Aus diesem Material entsteht ein Katalog, der die Reiseerlebnisse bündelt und Eindrücke dokumentarisch als auch künstlerisch zusammenfasst. Unterstützt wird das Projekt mit Textbeiträgen von Alexander Klar, Direktor des Hessischen Landesmuseum für Kunst und Kultur in Wiesbaden und Nils Ohlsen, Direktor am Kunstmuseum Lillehammer/Norwegen, selbst ein leidenschaftlicher Kajakfahrer.
Gefördert wurde die Reise u.a. von dem Goetheinstitut Rotterdam und von dem Kajakhersteller Lettmann, der mir einen Teil der Ausrüstung zur Verfügung gestellt hat. In Rotterdam habe ich am Goetheinstitut einen Vortrag über mein Projekt gehalten und hatte nach meiner Ankunft ein einwöchiges Aufenthaltstipendium. Die Filmfirma Graff.FF aus Köln hat während meiner Reise (in Köln) einen Film über das Projekt gedreht. Der 2 minütige Film ist auf meiner Website einsehbar.
Schon vor meiner Reise habe ich mich intensiv mit dem Rhein auseinandergesetzt. Daraus ist eine ca. 20-teilige Wandarbeit mit dem Titel „Vor dem Rhein“ entstanden.